Jazz und arabischer Folklore
7 lange Jahre hat es gedauert, nun ist ein Meilenstein des Ethno-Jazz-Crossover endlich wieder aufgelegt worden. "Heavy Cairo Traffic": eine faszinierende Reverenz an die ägyptische Volksmusik. Und zugleich ein Reflex des Trios Koch-Schütz-Studer auf musikalische und aussermusikalische Eindrücke Kairos.

Koch - Schütz - Studer & El Nil Troop: Heavy Cairo Traffic
Anspruchsvolle Grooves
Riessler selbst beschreibt seinen musikalischen Ansatz so: "Ich könnte mich nie hinsetzen und einfach nur ein Stück schreiben. Um überhaupt meine eigene kompositorische Sprache zu finden, brauche ich eine völlig abseitige Grammatik. Ich will Unbekanntes hören, etwas aus der Luft greifen und zusammenfügen, und mich dabei immer wieder selbst überraschen". Mit dem Album "Big Circle" hat er es geschafft, nicht nur sich selbst, sondern auch uns positiv zu überraschen.

Michael Riessler: Big Circle
Kraftvoller Balkanjazz
Wenn Sorgfalt und Muße auf Leidenschaft und Können treffen, kann in der Kunst Großes entstehen. Bei "Toka Incognita" sind alle Zutaten für ein großartiges Album vereint worden.

Eda Zari: Toka Incognita
Ein Genuss
"Die Musik dieser Scheibe ist pur und deshalb ein Wohlgenuss. Keine Note zuviel und keine zu wenig. Man kann bei einigen Stücken wegträumen, andere lassen eine Kraft spüren, der man nicht entkommt, die den Puls geradezu zum Jagen bringt." (Vincent Klink, Sternekoch und Verfasser der liner notes)

Michel Godard & Patrick Bebelaar: Dedications
Endlich wieder eine CD von Ibrahim mit seiner Band Ekaya
Der Begriff Legende wird in unseren prosaischen Zeiten nur allzu inflationär gebraucht. Auf den südafrikanischen Jazzpianisten Abdullah Ibrahim trifft er jedoch in jeder Hinsicht zu. Denn der Hüne, dessen Blick auch mit Mitte siebzig noch nichts von seiner adlerhaften Schärfe verloren hat, erzählt nicht nur Geschichten mit seiner Musik, er verkörpert lebendige Geschichte. Abdullah Ibrahim verströmt eine Aura von unangreifbarer Ewigkeit.
Ekaya 2010 ist sparsamer und minimalistischer als frühere Ausgaben der Band. Der Kampf ist vorüber, es gilt die Erinnerung zu wahren und etwas Neues daraus zu machen. Geblieben ist die überbordende Poesie der Songs, die jedoch in einen neuen historischen Kontext versetzt wird.

Abdullah Ibrahim & Ekaya: Sotho Blue
Das letzte Studioalbum von Joe Zawinul
In den letzten Jahren seines Lebens war Joe Zawinul um sein Fortleben in der Nachwelt besorgt. Er spielte bewusst Aufnahmen ein, die erst nach seinem Tod veröffentlicht werden sollten, gerade so, als wäre er unsterblich. Doch wenn er nicht schon längst mit seinen unzähligen Meilensteinen der Jazzgeschichte unsterblich geworden ist, dann hat er sich jetzt gemeinsam mit Kristjan Järvi und dem Absolute Ensemble ein Denkmal gesetzt.

Absolute Ensemble feat. Joe Zawinul
Ein echter Glücksfall
Mit Heinrich von Kalnein, Gregor Hilbe und Christian Bakanic treffen drei Musiker unterschiedlichster Generation und Herkunft aufeinander; alle gleichermaßen autark wie erfahren, mit viel Gefühl und großem instrumentaltechnischen Können ausgestattet.

Kahiba: Global Dialects
Ein Meisterwerk
Im letzten Jahr erschien, von Medien und Publikum gefeiert, sein Piano-Solo-Album "Senzo". Pünktlich zu seinem 75. Geburtstag am 9. Oktober kommt nun ein neues Projekt des Meisterpianisten. Abdullah Ibrahim ist auch mit "Bombella" wieder ein ganzheitliches Kunstwerk gelungen, für das ein Begriffskorsett wie Jazz viel zu eng ist.

Abdullah Ibrahim & WDR Big Band Cologne: Bombella
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