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Evans, Bill
Evans, der am 9. Februar 1958 in Clarendon Hills, Illinois geboren wurde, hat mit dem Klavierspielen begonnen, bevor er in der High School zum Tenorsaxophon überwechselte. 1978 zog er nach New York und setzte sein Musikstudium am William Patterson College in New Jersey fort. Ende der achtziger Jahre wurde er von Jazzlegende Miles Davis angeheuert, um eine Schlüsselrolle in Miles' gefeierter Comeback-Band zu spielen. Bill wurde Miles' rechte Hand, holte die Gitarristen Mike Stern und John Scofield in die Band und wirkte auch bei The Man With The Horn (1981), We Want Miles (1982), Star People (1983) und Decoy (1984) mit. Evans spielte in John McLaughlins 1984 neu gegründetem Mahavishnu Orchestra und wirkte bei den Alben Mahavishnu (1985) und Adventures in Radioland (1987) mit. In den Achtzigern wirkte er auch bei Aufnahmen der Band Elements mit (mit Keyboarder Cliff Carter, Bassist Mark Egan und Drummer Danny Gottlieb). In den Neunzigern machte er Aufnahmen mit Petite Blonde (einer von ihm gegründeten All-Star-Fusion-Band mit Bassist Victor Bailey, Drummer Dennis Chambers, Gitarrist Chuck Loeb und Evans am Tenor- und Sopransaxophon) und mit dem ehemaligen Police-Gitarristen Andy Summers und ging mit ihnen auf Tournee.

Sein Solodebüt gab Bill 1984 mit dem bei Elektra erschienenen Album Living in the Crest of a Wave. 1985 folgte Alternative Man, das bei Blue Note erschienen ist. Anfang der 90er war er einer der ersten, der HipHop und Jazz auf drei Alben musikalisch miteinander mischte: Push (1993), Live in Europe (1994) und Escape (1995). Es folgten die bahnbrechenden Alben Starfish & The Moon (1997), Touch (1999) und das für einen Grammy nominierte Soul Insider (2001), auf dem Soul-Jazz-Legende Les McCann als Gast mitwirkte und das in allen Verkaufscharts in Deutschland an der Spitze zu finden war. Diesem Erfolg ließ Evans 2003 das ansteckend funkige Album Big Fun folgen, auf dem Countrystar Willie Nelson im Buffalo Springfield-Track "For What It’s Worth" einen Cameoauftritt hatte.

2005 brachte BHM Records das erfrischende Album Soul Bop Band “Live” heraus, das die All-Star-Formation mit den Frontmen Evans und Trompeter Randy Brecker sowie Drummer Steve Smith, Gitarrist Hiram Bullock, Bassist Victor Bailey und Pianist Dave Kikoski live im Konzert einfing. 2006 beschritt er mit Soulgrass, seiner gewagten Zusammenarbeit mit Bela Fleck und den Studioassen Sam Bush, Stuart Duncan und Jerry Douglas aus Nashville, neue musikalische Wege. Diesen einzigartigen Mix aus Rock, Funk, Bluegrass und Soul setzt er auf The Other Side Of Something, auf dem Bill zudem sein Debüt als Sänger gibt, fort. "Ich habe das Gefühl, mich in eine neue Richtung zu begeben, die mich ungeheuer inspiriert," sagt er. "Die Energie, die wir auf The Other Side Of Something eingefangen haben, ist wirklich einzigartig. Diese Art von Musik kann nur mit der Zeit wachsen. Ich habe in meinem Leben noch nie so hart an einem Projekt gearbeitet, und es hat sich wirklich gelohnt. Genau deswegen habe ich mich auch überhaupt mit Musik eingelassen."
Diskografie / Weitere Werke
Bill Evans - The Other Side of Something
CD
David Friesen Trio - The Name Of A Woman
2 CDs
Links
Bill Evans`website
Bill Evans`myspace site
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