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| Mingus, Eric |
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| Man muss kein Jazz-Kenner sein, um den Namen Mingus mit einem der größten Bassisten und sozial engagiertesten Musiker der Jazz-Geschichte zu verbinden. Mit seinem Vater Charles Mingus verbindet Filius Eric nicht nur die körperliche Statur. Auch die Hingabe an die Musik, die massive Leidenschaft, die tiefe Verbundenheit mit dem Spirit der Tradition, die entwaffnende Aufrichtigkeit und die genuine Erdung hat er von seinem Vater mitbekommen. Musikalisch geht er allerdings in eine ganz andere Richtung.
Eric Mingus ist ein Blues-Sänger, doch er ruft mit seinem Blues nicht den Geist der Cotton Fields wach. Eric Mingus ist ein urbaner Sänger, der in seinem riesigen Körper die ganze Kraft und Widersprüchlichkeit von New York vereint.
Natürlich wird einem Menschen wie Eric Mingus die musikalische Laufbahn in die Wiege gelegt. Doch Mingus machte es sich keineswegs leicht. Er schlüpfte nicht in die Schuhe seines Vaters, sondern zog sich eigene Stulpen über. Erste Aufmerksamkeit erregte er in Karen Mantlers Projekt My Cat Arnold. Auf seinen beiden Solo-Platten „Um...Er...Uh...“ (2000) und „Too Many Bullets...Not Enough Soul“ (2002) tastete er das Mischungsverhältnis von Blues und avantgardistischem Jazz aus. In den letzten Jahren war er vor allem als Sänger von Elliott Sharp’s Blues Guerilla Terraplane unterwegs, deren zielgerichtete Kraft zweifellos auch auf Eric Mingus` erster intuition-CD „Healin‘ Howl“ ihre Spuren hinterlassen hat. |
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