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| Nathanson, Roy |
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| Roy Nathanson erlangte hierzulande Berühmtheit als Mitglied der Jazz Passengers und wurde somit auch dem großen Lounge Lizards-Dunstkreis zugeordnet. Sotto Voce ist das brandneue Konzept, Ensemble und Album des begnadeten und unglaublich aufgeschlossenen Saxophonisten, Komponisten und Songschreibers Roy Nathanson. Seine Band besteht aus seinen Jazz Passengers-Kollegen Curtis Fowlkes und Sam Bardfeld sowie dem Wunderkind-Bassisten und –sänger Tim Kiah und der menschlichen Beatbox und Sänger Napolean Maddox von der HipHop/Jazz-Gruppe Iswhat?! aus Cincinnati.
In den vergangenen 25 Jahren hat Roy Nathanson Free- und Postbop-Jazz mit/für eine/r Reihe gelegentlicher Projekte mit Punk, Weltmusik und "Neuer" Musik aus der New Yorker Downtown-Szene komponiert und aufgeführt. Er und Curtis Fowlkes haben Ende der achtziger Jahre die Gruppe Jazz Passengers gegründet, zum größten Teil mit Mitgliedern von John Luries Band Lounge Lizards. Die Band sollte weniger "downtown cool", aber dafür varietéhafter sein und kompositorisch mehr in Richtung Jazz gehen. Nathanson hat außerdem Soundtracks für verschiedene Filme komponiert, wie z.B. Sommer in New York (Raising Victor Vargas) (mit dem Vibraphonisten Bill Ware), und Hörspiele im Auftrag von NPR geschrieben. Und schließlich haben die Jazz Passengers mit einer Reihe von bekannten Sängern wie Jimmy Scott, Elvis Costello und Debbie Harry zusammengearbeitet. Diese gemeinsamen Projekte und Roys einzigartige Mischung aus Lyrik, Poesie und Musik fanden ihren Höhepunkt auf seinem Album The Fire At Keaton’s Bar and Grille aus dem Jahr 2000 mit Elvis und Debbie.
In den vergangenen zwei Jahren hat Roy den neuen angesagten Club Barbès in Brooklyn als Workshop für seinen neuen Mix aus Geschichten, Songs, Gedichten und Musik genutzt und ihn schließlich auf Sotto Voce in die Tat umgesetzt. Bassist Tim Kiah studierte bei Ron Carter und ist durch seinen Besuch auf der National Catholic Choir School auch eindeutig nicht-jüdisch beeinflusst. Tim kann komplizierte Gesangspartien singen und dabei den Bass in ungeradem Takt spielen – genau die Art von Können, die dieser Musikform Leben einhaucht. Mit der Violine von Sam Bardfeld hat die Band ihre Lyrik verstärkt, aber auch durch die Tatsache, dass die Doppelgriffe der Violine die einzigen Akkordklänge sind. Mit dem Dazustoßen von Napoleon Maddox war der Sound schließlich perfekt. Napoleon ist ein unglaublich begabter Sänger, der sich, wenn er singt, beim "Beat-Boxing" von HipHop und Jazz gleichermaßen heimisch fühlt. |
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