Über David Friesen wurde bereits gesagt, er täte "dasselbe für die Kunst des BassSpiels, was Pythagoras für Dreiecke" getan habe [JazzMagazine, USA].
Seine Credits füllen eine lange Liste, ebenso wie die Aufstellung seiner Kooperationen mit prominenten Musikerkollegen: So griff David Friesen im Verlauf seiner langen Karriere bereits für bzw. mit Künstler/n wie Airto Moreira, Mal Waldron, Jeff Johnson, Valdinho Langer, Denny Zeitlin, Nils Winther, Duke Jordan, John Nilsen, Steve Kindler, Paul Horn, Steven Halpern, Bob Stark, Flora Purim, Isaac Epps, Kenneth Nash, Joe Henderson, Fred Hamilton, Dexter Gordon, Mose Allison u.v.a. in die tiefen Saiten.
Das Musikerhandwerk lernte der 1942 in Tacoma, Washington, geborene Friesen ab seinem 10ten Lebensjahr zunächst einmal am Akkordeon und – man höre und staune – auf der Ukelele. Mit 16 begann er seine professionelle Auseinandersetzung mit der Gitarre; diese Entwicklung fand ihren ersten Höhepunkt, als Friesen bald darauf (obwohl noch "underage") in einem Club in Los Angeles seinen ersten öffentlichen Auftritt als Gitarrist von Slim Gaillard's Jazzformation hatte. Im Alter von 19, während seiner Stationierung bei der U.S.-Army in Paris, arbeitete er u.a. mit Johnny Griffin und Art Taylor; nach Verlegung seiner Einheit nach Kopenhagen begegnete er dort 1961 u.a. erstmals Dick Berk und Ted Curson. Seine Beziehung zum Bass begann David Friesen 1964 nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten; auf dem neuen Instrument übte er sich täglich bis zu 10 Stunden und jammte in seiner damaligen Heimat Seattle mit einer Vielzahl junger Gleichgesinnter von denen einige inzwischen Jazz-Geschichte geschrieben haben, wie z.B. Larry Coryell, Randy Brecker, u.a. An heute legendären Orten wie z.B. dem "Penthouse" traf er auf Giganten wie Miles Davis, John Coltrane oder Bill Evans, die ihn – wie er heute schmunzelnd zum Besten gibt – "sogar gelegentlich mitspielen ließen". Seit diesen illustren Anfängen hat David Friesen sich längst einen eigenen Namen als ebenso begnadeter wie innovativer Bassist erarbeitet; seine Diskographie umfaßt inzwischen rund 30 Solo- und Koop-Produktionen (deren stilistisches Spektrum von lupenreinem Jazz bis hin zu Meditationsmusik reicht/e).